NLP Basics : Die Innere Landkarte
Vom seiner Geburt an, macht jeder Mensch seine eigenen, einzigartigen Erfahrungen. Du, ich, jeder, wir alle haben viel gemeinsam, doch erleben wir unsere ersten Stunden, unsere Kindheit, Pubertät, unser Elternhaus, die Schule, alles jeder für sich. Im Laufe der Jahre bekommen wir eine Vorstellung davon, wie die Welt funktioniert. Wir wissen, was passiert wenn wir uns so oder so verhalten. Wie wissen, warum die eine Aktion die andere Reaktion zu Folge hat. Wir haben uns eine Landkarte der Welt gemacht – eine Landkarte die wir in unserem Inneren tragen, eine Innere Landkarte.
Doch wissen wir alles was auf unserer Landkarte ist wirklich? „Ich war noch niemals in New York“ - warst du schon an all den Orten, die auf deiner Landkarte verzeichnet sind? Oder hat du die Orte nur nach Hörensagen eingetragen? Klar, du hast Vertrauen in die Menschen, die dir davon erzählt haben: deine Eltern, deine Lehrer, deine Freunde, von mir aus auch deine religiösen Führer. Aber du weißt es nicht wirklich! Sicher haben sie dich nicht angelogen. Aber woher haben sie ihre Erkenntnisse und sind diese Menschen unfehlbar?
Ein wichtiger Grundsatz des NLP lautet „die Landkarte ist nicht das Gebiet“. Egal wie genau deine Karte erstellt ist, die Realität ist so unglaublich komplex, sie kann nie vollständig in einer Landkarte abgebildet sein. Generationen von Wissenschaftlern haben noch immer nicht alle Zusammenhänge unseres Universums, unserer Welt, oder zwischen uns Menschen entschlüsselt. Wie kann da die von dir allein zusammen getragene Landkarte perfekt sein? Mache die ein für alle Mal klar: Was du als Realität ansiehst, ist nicht die Realität, sondern nur deine Vorstellung davon. Du siehst die Welt auf der Basis deiner Inneren Landkarte und diese ist nicht perfekt. Jede deiner Vorstellungen könnte falsch oder zumindest unvollständig oder stark vereinfacht sein.
Was hat das nun alles mit Verführung zu tun? Das Stichwort heißt „Limiting Beliefs“. Damit gemeint sind feste Vorstellungen von AFCs, rAFCs aber auch PUAs, die sie in ihrem Handeln als Verführer behindern. Das sind Sachen wie „Man kann Frauen nicht auf der Straße ansprechen.“, „Frauen zu berühren ist Belästigung.“ oder „Frauen haben nur Interesse an reichen Männern.“ Blödsinn sagst du? Sehr gut, dann hast du DIESE Limiting Beliefs nicht – aber ganz sicher hast du welche.
Einen Limiting Belief kannst du dir als eine unüberwindbare Schlucht auf deiner Inneren Landkarte vorstellen. „Ich kann diese Frau hier nicht ansprechen.“ bedeutet „hier ist eine Schlucht auf meiner Landkarte, die ich nicht überwinden kann.“ Wir wissen nun also, dass die Landkarte nicht die Realität ist. Was also tun? Wenn du einfach voran gehst, die Schlucht ignorierst, wirst du in den meisten Fällen in sie hinein fallen – sprich versagen. Der Grund dafür ist, dass dein Unterbewusstsein diese Schlucht kennt und versucht, dich in Rahmen deiner Landkarte zu halten. Was du also brauchst ist eine Brücke, ein Hilfsmittel, dass dich diese Schlucht überwinden lässt. Beim ersten Mal läufst du noch unsicher drüber, ober bekommst Angst und kehrst um, aber nach und nach lernst du sie zu nutzen und kommst auf die andere Seite. Mit der Zeit wird die Brücke breiter, dann entdeckst du neue Brücken und irgendwann hat die Schlucht all ihren Schrecken verloren. Sie ist so mit Brücken überbaut, dass du sie nicht einmal mehr siehst. Dann verschwindet sie von deiner Inneren Landkarte.
Was ich hiermit sagen will: Sei dir immer bewusst, dass deine Vorstellung von der Realität nicht die Realität ist, sondern nur eine Landkarte. Achte aufmerksam darauf, wann dich deine Landkarte einschränkt. Erkenne deine „Limiting Beliefs“. Schreibe sie auf und suche nach Wegen sie zu überbrücken, zu umgehen, zu widerlegen. Auf diese Weise kommst du kontinuierlich weiter – nicht nur als Verführer, sondern in deinem Leben generell.
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